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Infos für Berufsstarter

Herzlichen Glückwunsch! Du beginnst am 1. September ein Bachelor-Studium im Studiengang Polizeivollzugsdienst an der landeseigenen Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöV). Mit dem Beginn deines Studiums ändert sich vieles in deinem Leben. Da ist es wichtig, den Überblick zu behalten.

Auf dieser Seite findest du Antworten zu den wichtigsten Fragen, die beim Start des Studiengangs Polizeivollzugsdienst eine Rolle spielen. Vom Aufbau des Studiengangs bis zum richtigen Versicherungsschutz.

Wenn du mehr zum Berufseinstieg bei der Polizei wissen willst, helfen dir auch die Vorstandsmitglieder der Kreisgruppe Coesfeld weiter und die Abteilung Jugendarbeit/Junge Gruppe beim GdP-Landesbezirk in Düsseldorf.

Gewerkschaft der Polizei – Kreisgruppe Coesfeld – immer für dich da!

Die Studenten der Ausbildungsbehörde Coesfeld erreichen immer einen Ansprechpartner!

Während der Bürozeit im Personalratsbüro: Tel.: 02541 – 14-490

oder über die Mobilfunknummer 0172-5343546 (ggf. Mobilbox – Rückruf garantiert!)

Für den Vorstand

Kai Hartweg

Häufig gestellte Fragen zum Berufsstart bei der Polizei

Wie ist das Studium Polizeivollzugsdienst aufgebaut?

Das Studium gliedert sich in sechs Abschnitte, die in insgesamt 15 Module unterteilt sind. Die einzelnen Module sind nach einem festen Lehrplan auf die dreijährige Studienzeit verteilt. Sie schließen jeweils mit einer Prüfung ab.

Theorie-, Trainings- und Praxisphasen lösen sich während des Studiums immer wieder ab.

Zuerst werden den angehenden Polizeibeamtinnen und -beamten in einem ersten Theorieblock die wichtigsten Grundlagen ihrer künftigen Arbeit vermittelt. Das geschieht an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöV). Danach werden die so erworbenen Kenntnisse in Simulations- und Praxisübungen vertieft. Für diesen Bereich ist das Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei (LAFP) zuständig. Anschließend wenden die Polizeianwärterinnen und -anwärter die so erworbenen Kenntnisse unter Begleitung erfahrener Tutoren in realen Einsatzsituationen in den Polizeidienststellen vor Ort an. Diesen Teil der Ausbildung übernehmen die Ausbildungs- und Kooperationsbehörden. Das ist die Polizeibehörde, bei der du als Polizeianwärterin oder -anwärter während deines Studiums beschäftigt bist.

Und von dort geht es wieder zurück an die Fachhochschule zur nächsten Theorieeinheit.

Mehr Infos: Erfolgreich durchs Studium

Wie kann ich mein Studium bei der Polizei finanzieren?

Wer ein Studium als Polizeianwärterin oder -anwärter absolviert, muss sein Studium nicht selber finanzieren, sondern bekommt während der Ausbildung Anwärterbezüge des Landes NRW. Von diesem Einkommen musst du sämtliche während des Studiums anfallenden Kosten begleichen. Dazu zählen auch die Kosten für die Unterbringung am Ausbildungsort.

Wie hoch die Bezüge für Beamtenanwärterinnen und -anwärter während des Studiums sind erfährst du hier!

Welchen Krankenversicherungsschutz brauche ich während der Ausbildung als Polizeibeamter?

In NRW übernimmt das Land bei den Polizeibeamtinnen und -beamten die entstehenden Krankheitskosten. Durch die freie Heilfürsorge soll verhindert werden, dass sich Polizeibeamtinnen und -beamte sonst wegen des erhöhten Berufsrisikos nur zu sehr hohen Prämien privat gegen Krankheit versichern könnten.

Die freie Heilfürsorge gilt auch für die Polizeianwärterinnen und -anwärter. Sie deckt folgende Leistungen ab:

  • ärztliche Behandlungen einschließlich Psychotherapie im Krankheitsfall,
  • zahnärztliche Behandlung,
  • Behandlung im Krankenhaus (allgemeine Krankenhausleistungen)
  • Behandlung in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen,
  • Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln (einschl. Arzneimittel zur Anwendung bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten einschl. der bei diesen Krankheiten anzuwendenden Schnupfenmittel, Schmerzmittel, hustendämpfenden/- und lösenden Mittel, Mund- und Rachentherapeutika, Abführmittel und Arzneimittel gegen Reisekrankheit),
  • Behandlung im Ausland (im Rahmen des § 11 FHVOPol),
  • Vergütung der Fahrtkosten (im Rahmen des § 12 FHVOPol),
  • Betreuung durch einen Arzt oder eine Ärztin, eine Hebamme oder einen Entbindungspfleger bei Schwangerschaft und Entbindung einer Polizeivollzugsbeamtin.

Wie viel Urlaub habe ich während des Studiums?

Als Beamtin oder Beamter stehen dir vor dem vollendeten 30. Lebensjahr 26 Arbeitstage zu. Vor dem vollendeten 40. Lebensjahr sind es 29 Arbeitstage, danach 30 Arbeitstage.

Kommissaranwärterinnen und -anwärter, die am 1. September ihre Ausbildung beginnen, erhalten für die ersten vier Studienmonate anteilig Erholungsurlaub.

Während des Studiums gibt es festgesetzte Studienpausen, in denen der Urlaub genommen werden muss (z. B. Weihnachtsurlaub). Diese Urlaubszeiten werden von deiner Ausbildungsleitung auf dem Urlaubsbogen festgehalten. Der übrige Urlaub muss bei der Ausbildungsleitung beantragt und von ihr genehmigt werden.

Durch den Vorgesetzten kann dir für bestimmte Zwecke Urlaub ohne Anrechnung auf deinen Erholungsurlaub gewährt werden. Das gilt zum Beispiel für fachliche, gewerkschaftliche, kirchliche und sportliche Zwecke sowie bei persönlichen Anlässen (Eheschließung, Krankheit der Kinder, Geburt etc.). Sonderurlaub wird nur auf Antrag gewährt.

Welche Kosten kann ich während des Studiums von den Steuern absetzen?

Wer Polizeianwärterin oder -anwärter ist, kann wie jeder andere Arbeitnehmer auch die durch das Studium entstehenden Aufwendungen als Werbekosten absetzen. Das gilt insbesondere für:

  • Fahrten zur Fachhochschule bzw. Praktikumsstelle (abzgl. der vom Dienstherrn erstatteten Kosten)
  • Fahrten zu Arbeitsgemeinschaften zwecks Klausurvorbereitungen
  • Fachliteratur, Fachzeitschriften, sowie Aufwendungen für Kopien
  • PC, Drucker, Monitor (für Studienzwecke)

Was ist die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV)?

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) ist die Personalvertretung für alle Direkteinsteigerinnen und -einsteiger bei der Polizei und die sonstigen Auszubildenden im Polizeidienst, z.B. in den Kfz-Werkstätten.

Die JAV kümmert sich um die Lösung der konkreten Probleme, die sich während der Ausbildung oder dem Bachelor-Studium ergeben – von den Lern- und Arbeitszeiten bis zu Unterbringungsproblemen. Auch die Hilfe bei Konflikten mit Vorgesetzten gehört immer wieder dazu.

Die JAV steht im ständigen Kontakt zur Ausbildungsleitung, zum Personalrat, zu Dienststellenleitern, zu den Kurssprechern und natürlich zu den Studierenden selbst. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Personalrat ist für ihre Arbeit wichtig.

Die JAV wird alle zwei Jahre neu gewählt. JAV-Gremien gibt es an allen zehn Ausbildungsbehörden der Polizei in NRW und im Innenministerium.

Mehr Infos: JAV bei der Polizei

Warum ist es wichtig, als Student Mitglied der GdP zu sein?

Der Einstieg bei der Polizei eröffnet vielfältige Berufsperspektiven. Deshalb ist es wichtig, schon beim Einstieg in den Polizeiberuf nicht auf sich alleine gestellt zu sein, sondern von Anfang an auf den Rat und die Unterstützung erfahrener Kolleginnen und Kollegen zurückgreifen zu können. Immer da, wo es nötig ist.

70 Prozent aller Beschäftigten bei der Polizei sind Mitglied der GdP. Bei den Berufseinsteigern sind es sogar noch mehr.

Wir sind eine starke Gemeinschaft, die sich gegenseitig hilft. Wir helfen, wenn Probleme und Fragen bei der Berufsausbildung auftauchen und später beim Aufstieg bei der Polizei. Und wir geben den Beschäftigen bei der Polizei gegenüber Politik und Öffentlichkeit eine Stimme.

Die GdP streitet nicht nur für die Interessen der Beschäftigten bei der Polizei, sondern wir bieten für unsere Mitglieder auch ein vielfältiges Service-Angebot. Vom eigenen Bildungsprogramm bis zum günstigen Versicherungsschutz.

Welche Leistungen beinhaltet eine GdP Mitgliedschaft?

Die Mitgliedschaft bei der GdP beinhaltet neben einer ganzen Reihe von kostenlosen Leistungen, wie zum Beispiel dem Berufsrechtsschutz, auch den Zugang kostengünstigen, auf den Polizeiberuf zugeschnittenen Versicherungen.

Die wichtigsten Leistungen im Überblick:

  • Berufsrechtsschutz
  • kostenlose Bildungsangebote
  • Mitgliederzeitung „Deutsche Polizei“
  • Krankenversicherungs-Anwartschaft (während der Ausbildungszeit kostenlos)
  • Unfallversicherung
  • Zusatzschutz bei GdP-Rentenvertrag
  • Diensthaftpflicht-Regressversicherung
  • Regresshaftpflichtversicherung
  • Unfallversicherung bei Sonderkuren
  • Sterbegeldbeihilfe

Welchen Berufsrechtsschutz habe ich als GdP Mitglied?

Die besonderen Gefahren des Polizeiberufes erfordern einen speziellen Rechtsschutz.

GdP-Mitglieder erhalten bei berufsbedingten Auseinandersetzungen ohne Einschaltung einer Versicherung kostenlos Rechtschutz durch die GdP. Die Rechtsschutzleistung erstreckt sich auf die Übernahme der Gerichtskosten und des Rechtsanwaltes.

Der Rechtsschutz umfasst auf folgende Gebiete:

  • Disziplinarverfahren
  • Verwaltungsstreitverfahren (z. B. Beurteilungen, Beförderungen, Versetzungen etc.)
  • Arbeitsrechtverfahren (z. B. Ein- und Höhergruppierungen, Kündigungsschutz etc.)
  • Sozialverfahren
  • Zivilverfahren (z. B. Wegeunfälle etc.)
  • Strafverfahren (z. B. Körperverletzung im Amt)

Voraussetzung für die Rechtsschutzgewährung ist ein dienstlicher Zusammenhang des Verfahrens.

Du hast noch Fragen, Wünsche oder Anregungen?

Dann melde dich einfach bei einem unserer Vertrauensleute, den Mitgliedern des Vorstands oder bei mir!

Kai Hartweg
(Vorsitzender)

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